Pflanzlich-homöopathisches Urologikum bei Blasen- und
Harnwegserkrankungen
Zusammensetzung:
100 ml Tropfen enthalten:
Bucco Urtinktur 5 ml (Buccoblätter)
Equisetum arvense Urtinktur 5 ml (Ackerschachtelhalm)
Petroselinum Urtinktur 20 ml (Petersilie)
Populus tremuloides Urtinktur 5 ml (Zitterpappel)
Sabal serrulatum Urtinktur 50 ml (Sägepalme)
Solidago virgaurea Urtinktur 10 ml (Goldrute)
Urtica Urtinktur 5 ml (Brennessel)
Sonstige Bestandteile: Keine.
Anwendungsgebiete:
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen
Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Blasen- und Harnwegserkrankungen,
Blasenentleerungsstörungen.
Bei Blut im Urin, bei Fieber oder bei akuter Harnverhaltung sowie bei
anhaltenden oder unklaren Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Dosierung:
Soweit nicht anders verordnet bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze
Stunde, höchstens 12mal täglich, je 5-10 Tropfen einnehmen. Bei
chronischen Verlaufsformen 1-3mal täglich 5-10 Tropfen einnehmen.
"Cysto Hevert" Tropfen sollten verdünnt in viel, möglichst
heißem Wasser oder Tee eingenommen werden.
Gegenanzeigen:
Aufgrund des Bestandteils Petroselinum keine Anwendung bei
entzündlichen Nierenerkrankungen und während der Schwangerschaft. Da
keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen, sollte "Cysto
Hevert" in der Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt
angewendet werden.
"Cysto Hevert" ist bei Alkoholkranken nicht anzuwenden. Wegen des
Alkoholgehaltes sollte das Arzneimittel bei Leberkranken, Epileptikern
und bei Personen mit organischen Erkrankungen des Gehirns nur nach
Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Dies gilt insbesondere bei
akuter Dosierung.
Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend
dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb und wegen des
Alkoholgehaltes bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Warnhinweis:
Enthält 63 Vol.-% Alkohol.
Nebenwirkungen:
Unter der Anwendung des Arzneimittels kann es, vor allem bei
hellhäutigen Personen, zu erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut mit
sonnenbrandähnlichen Symptomen kommen. In seltenen Fällen können bei
Einnahme des Arzneimittels Magenbeschwerden auftreten.
Wechselwirkungen:
Keine bekannt.
Bei der in "Cysto Hevert" Tropfen vorliegenden Wirkstoffkombination ist
die rasche Schmerzlinderung und Entzündungshemmung die vorherrschende
Wirkung. Harndesinfizierende, blasentonisierende und die Nierenfunktion
anregende Bestandteile wie Bucco (Buccoblätter), Populus tremuloides
(Zitterpappel), Petroselinum (Petersilie), Equisetum arvense
(Ackerschachtelhalm) sowie Solidago virgaurea (Goldrute) und Urtica
(Brennessel) bessern die mit dem Krankheitsbild einhergehenden
Beschwerden beim Wasserlassen. Die Wirkstoffe von Sabal serrulatum
(Sägepalme) wirken insbesondere Blasenentleerungsstörungen bei
gutartiger Prostatavergrößerung entgegen.
Die ableitenden Harnwege (Harnleiter, Blase und Harnröhre) sind häufig
von aufsteigenden bakteriellen oder viralen Infektionen bedroht.
Gefährdet sind vor allem Frauen aufgrund ihrer kurzen Harnröhre. Eine
Blasenentzündung zeigt sich durch Brennen beim Wasserlassen, gehäuftes,
meist auch nächtliches Wasserlassen, schmerzhaften Harndrang und
Schmerzen nach dem Wasserlassen. Bei der Harnröhrenentzündung steht das
Brennen beim Wasserlassen im Vordergrund.
Nicht selten kann auch psychosozialer Stress bzw. die damit verbundene
Schwächung des Abwehrsystems ein zusätzlicher Auslösefaktor für eine
Blasenentzündung sein, sie chronisch machen oder auch eine Reizblase
(häufiger Harndrang) provozieren. Bei einer schweren oder wiederholten
Blasenentzündung muss die Ursache genau bestimmt werden. Liegen
bakterielle Erreger vor, müssen diese mit speziell wirksamen
Antibiotika bekämpft werden, um ein Aufsteigen in das Nierenbecken und
schwerwiegende Erkrankungen der Niere zu verhindern.
Durch Harnsteine, Narbenbildung, Fremdkörper oder Geschwülste kann der
Innenraum der Harnröhre empfindlich verengt werden. Die Folge ist ein
dünner Harnstrahl; es kommt zu Blasenentleerungsstörungen. Häufigste
Ursache von Blasenentleerungsstörungen beim älteren Mann ist die
gutartige Vergrößerung der Prostata. Was gemeinhin als Vergrößerung der
Prostata oder Prostata-Adenom bezeichnet wird, sind eigentlich (meist
gutartige) Wucherungen der Drüsen um die Harnröhre herum. Diese
Wucherungen drücken die Prostata nach außen bis sie schließlich tastbar
wird.
Mehr als die Hälfte aller über 50jährigen Männer entwickeln irgendwann
eine Prostatavergrößerung, die den Blasenhals empfindlich einengen
kann. Anzeichen sind häufiger Harndrang (auch nachts), Verringerung von
Dicke und Stärke des Harnstrahls, später unvollständige Entleerung der
Blase und schließlich Harnträufeln (dauernder Harndrang bei immer
kleiner werdender Harnmenge).
Im ersten Stadium passt sich die Blase durch Verstärkung ihrer
Muskulatur der Abflussbehinderung an, im zweiten Stadium erweitert sich
die Blase immer mehr und erschlafft schließlich, im dritten Stadium
staut sich der Harn im Harnleiter bis ans Nierenbecken, es kommt zu
Nierenschädigung und am Ende zur schleichenden Urämie (Vergiftung).
Dieser Ablauf dauert meist viele Jahre, manchmal bleibt es sogar beim
ersten Stadium. Infolge von Harnstauungen kann es leicht zu Infektionen
(mit Blasenentzündungen) kommen. "Cysto Hevert" kann auch als
Dauertherapie diese Krankheitssymptome nachhaltig bessern.