Die richtige Perücke finden

Inhaltsverzeichnis
Was sind Gründe für das Tragen einer Perücke?
Es gibt modische, medizinische oder krankheitsbedingte Gründe, aus denen sich Menschen heute dazu entscheiden, eine Perücke zu tragen. Wenn das eigene Haar dünner wird, etwa im Alter, oder eine gewünschte Frisur für einen besonderen Anlass nicht mit dem Eigenhaar realisierbar ist, greifen viele Menschen zu einer Perücke, darunter nicht nur Frauen.
In der Faschingszeit beispielsweise gehören Perücken als modischer Gag dazu. Bei beliebten Mottopartys darf ein ausgefallenes Haarteil oder eine verrückte Perücke nicht fehlen. Auch Schauspieler verwenden perfekt gemachtes Zweithaar nicht nur, um ihr Aussehen für Filme zu verändern, sondern auch, um bei Auftritten oder Veranstaltungen wie Filmpreisverleihungen besonders gestylt zu sein.
In vielen Fällen ergibt sich die Entscheidung für das Tragen einer Perücke bei Haarausfall von unterschiedlichem Ausmaß. Davon betroffen sind viele Menschen. Werden die Haare schütter oder fallen aus, leidet das Selbstwertgefühl. Dann kann eine Perücke vorübergehend oder auch dauerhaft ein wichtiges Hilfsmittel sein.
Unter dem Fachbegriff Alopezie werden verschiedene Arten von Haarverlust zusammengefasst. Diese Erkrankung können sowohl Frauen als auch Männer jeden Alters bekommen.
Am häufigsten kommt der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) vor. Schätzungsweise ein bis zwei von 100 Menschen erkranken in ihrem Leben an kreisrundem Haarausfall. Auslöser dieser entzündlichen Haarausfall-Erkrankung ist eine Autoimmunreaktion, durch die körpereigene Immunzellen die Haarfollikel angreifen. Die Folge ist stellenweiser Haarverlust, meist auf der Kopfhaut. Aber auch in anderen behaarten Körperbereichen können kahle Stellen auftreten. In vielen Fällen wächst das Haar wieder nach. Manchmal verläuft die Erkrankung aber auch chronisch und führt zu einem kompletten Haarverlust. Die genauen Ursachen sind schwer zu ermitteln. Deswegen gibt es keine ursächliche Therapie, sondern individuelle Behandlungskonzepte. Für viele Betroffene ist dann das Tragen einer Perücke eine gute Lösung.
Erblich bedingter Haarausfall ist ebenfalls weit verbreitet. Diese sogenannte androgenetische Alopezie hat genetische Ursachen und verläuft anders. Hier fallen zunächst Haare im Bereich des Mittelscheitels aus, später oft auch am Oberkopf. Insgesamt werden die Haare dünner, sodass bisweilen auch an den Schläfen die Kopfhaut durchscheint. Zu einer vollständigen Kahlheit kommt es jedoch eher selten.
Verschiedene hormonelle Störungen können ebenfalls das Haarwachstum negativ beeinflussen. Frauen in den Wechseljahren trifft es aufgrund der hormonellen Umstellung öfter.
Auch Eisenmangel, Hautkrankheiten, Schilddrüsenfunktionsstörungen wie Schilddrüsenunterfunktionen oder immunologische Krankheiten können Haarausfall begünstigen. Gegen diese Arten des Haarausfalls gibt es wirksame Therapiemöglichkeiten. Wenn Sie feststellen, dass sich auf Ihrem Kopf kahle Stellen bilden und der tägliche normale Haarverlust von etwa 100 Haaren überschritten wird, sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen lassen!
Einer der Hauptgründe, warum Haare ausfallen, ist die Einnahme von Medikamenten. Bei einer Chemotherapie beispielsweise werden Zytostatika eingesetzt, die das Wachstum der Krebszellen stoppen sollen. Sie schädigen jedoch auch die Haarwurzeln, was je nach Art der Chemotherapie und der verabreichten Dosis zu Haarausfall führen kann. Nach Beendigung der Behandlung erholen sich die Haarwurzeln jedoch meist – und das Haar kann wieder wachsen. Da Patienten immer vor der Therapie darüber aufgeklärt werden, ist es möglich, schon vor der Behandlung, die den Haarausfall bewirkt, eine Perücke auszusuchen, die der eigenen aktuellen Frisur möglichst ähnlich sieht.
In diesen und anderen krankheits- beziehungsweise therapiebedingten Fällen wird eine Perücke vom Arzt verschrieben und kann auf Rezept bezogen werden.
Welche Perückenarten und Verarbeitungsformen gibt es?
Perücken unterscheiden sich unter anderem durch die sogenannte Montur. Damit ist die Art gemeint, wie die Haare an der Unterlage befestigt werden, die auf dem Kopf aufliegt. Meist handelt es sich dabei um sogenannte Tressen, das sind Bänder, auf die das Haar aufgenäht wird.
Dies kann maschinell erfolgen oder per Hand. Dann werden in aufwendiger Arbeit die einzelnen Haarsträhnen zum Beispiel auf feinen Tüll aufgebracht. So entsteht ein sehr leichtes Tragegefühl. Der Vorteil hierbei ist, dass das Haar wie natürliches Haar zu frisieren ist und sich sehr angenehm auf der Kopfhaut anfühlt – denn durch die federleichte Montur entsteht ein hoher Tragekomfort.
Bei handgefertigten Perücken kann durch ein Monofilament ein besonders natürlicher Effekt bewirkt werden. Dieses sehr feine, hautähnliche Gewebe sorgt am Oberkopf oder im Wirbel- beziehungsweise Scheitelbereich dafür, dass der Eindruck entsteht, darunter befinde sich echte Kopfhaut, wenn z. B. die Haare angehoben werden. Wenn Sie sich also die Haare aus dem Gesicht streichen oder einen Zopf machen, fällt nicht auf, dass Sie einen Haarersatz tragen.
Echthaar oder Kunsthaar – was ist besser?
In erster Linie ist es Geschmackssache, ob man lieber eine Perücke aus echten Haaren trägt oder eine mit Kunstfasern wählt. Gute Kunsthaarperücken aus dem Fachhandel sind mittlerweile von Echthaarperücken in punkto Natürlichkeit kaum mehr zu unterscheiden.
Für Echthaarperücken werden meist echte abgeschnittene Haare verwendet. Nicht immer handelt es dabei aber ausschließlich um menschliche Haare. Sie müssen chemisch behandelt werden, um Struktur, Form und Farbe der Haarsträhnen an die gewünschte Perückenfrisur anzupassen.
Perücken aus echtem Haar haben je nach Länge ein höheres Gewicht. Denn menschliche Haare wiegen mehr als Kunstfasern. Echthaarperücken sollten wie echtes Haar gepflegt, also gewaschen, geföhnt, vielleicht sogar eingelegt oder gestylt werden. Tönen und färben ist auch möglich. Auf solche Behandlungen kann echtes Haar aber auch „echt“ empfindlich reagieren. Es kann splissig werden und an den Spitzen abbrechen, wie man es von eigenem Haar kennt, wenn es schulterlang oder länger ist. Grundsätzlich haben Echthaarperücken eine etwas längere Lebensdauer.
Hochwertige und gute Kunsthaarperücken bestehen aus Synthetik-Fasern, die sich für die jeweilige Perücke passgenau in Struktur, Faser und Farbe herstellen lassen. Dadurch sind sie je nach Frisur und Länge eher leicht, was den Tragekomfort erhöht. Beim Perücken-Spezialisten Lofty beispielsweise gibt es Modelle, die gerade mal 45 Gramm auf die Waage bringen.
Kunsthaar ist zudem sehr pflegeleicht. Perücken aus Synthetikfasern sind zwar normalerweise hitzeempfindlich, müssen aber auch nicht aufwendig frisiert werden. Qualitativ überzeugende Kunsthaarperücken und Haarteile aus Synthetik behalten nach dem Waschen ihren Schnitt: Sie haben einen sogenannten Memory-Effekt, das heißt, die Frisur bleibt auch nach dem Waschen in ihrer ursprünglichen Grundform erhalten.
Letztlich ist auch der Preis ein Kriterium: Je nach Haarlänge und Frisur sind Echthaarperücken deutlich teurer in der Anschaffung als Kunsthaarperücken.
Woran erkenne ich eine hochwertige Perücke?
Wie sieht die Perücke aus? Wie natürlich fallen die Haare und wie wirken Farbe und Schnitt? Oft können Sie schon auf den ersten Blick sehen, ob eine Perücke hochwertig ist. Aber nicht nur das überzeugende Aussehen ist ein Qualitätsmerkmal.
Noch wichtiger ist die Verarbeitung. Ist eine Perücke handgeknüpft, deutet das auf eine besondere Wertigkeit hin. Denn dabei wird jedes Haar einzeln auf ein kopfhautähnliches Monofilament geknüpft, was den Haaransatz und den Scheitel sehr filigran und damit natürlich wirken lässt. Fallen Haarsträhnen gegen die Richtung, wirkt bei solch exklusiv verarbeiteten Perücken der Haaransatz wie echt und ist von Kopfhaut kaum zu unterscheiden.
Dieser unsichtbare Haaransatz wird auch Lace-Front oder Filmansatz genannt und ermöglicht es, die Perücke auch stirnfrei zu tragen.
Das sehr feine Gewebe und die besondere Verarbeitungsart sorgen dafür, dass die Perücke luftdurchlässig und leicht ist. Überhaupt sollte sich Ihr Zweithaar fein und angenehm anfühlen und so auf Ihre Kopfform angepasst sein, dass Sie es beim Tragen vergessen.
Tressenperücken sind insgesamt luftdurchlässiger und passen sich perfekt Ihrer Kopfform an, in der Regel sind sie auch kostengünstiger.
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Welche Perücken-Größe ist für mich richtig?
Die Form Ihres Kopfes, dessen Umfang und auch Ihre Gesichtsform spielen hier eine Rolle. Und falls Sie die Perücke über Ihrem Eigenhaar tragen wollen, ist auch das Volumen Ihres Haares für den perfekten Sitz Ihrer Perücke wichtig. Das Modell sollte nicht zu eng, aber auch nicht zu locker am Kopf sitzen und Ihnen einen guten Bewegungsspielraum lassen.
Viele Fachhändler bieten Perücken für verschiedenen Kopfgrößen an. Die Standardgröße ist in der Regel M (ca. 54-57 Zentimeter). Die Perückenmodelle sind so gefertigt, dass sie normalerweise für die meisten Kopfformen geeignet sind. Perücken-Spezialist Lofty beispielsweise bietet viele Perücken in fünf Größen für Kopfumfänge zwischen 52 und 59 Zentimeter und damit auch Modelle für besonders kleine bzw. größere Köpfe. Die meisten Perücken lassen sich in der Regel noch individuell an die Kopfform anpassen, etwa durch Klettverschlüsse.
Die eigene Kopfgröße können Sie ganz einfach zuhause messen, zum Beispiel mit einem normalen Maßband. Gemessen wird der Kopfumfang von der Stirn ausgehend über den Hinterkopf. In Fachgeschäften z. B. von Lofty können Sie Ihren Kopfumfang aber natürlich auch von geschulten Mitarbeiterinnen bestimmen lassen und sich insgesamt zur Perückengröße beraten lassen.
Wie finde ich die perfekte Perücke für mich?
Entscheidend für die Wahl der richtigen Perücke sind Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Für welche Haarlänge, welchen Schnitt, welche Form und welche Farbe Sie sich entscheiden, bleibt ganz Ihnen überlassen. Fachgeschäfte und Perückenspezialisten bieten hier eine sehr große Auswahl und beraten Sie gerne und kompetent.
Grundsätzlich gilt: Eine Perücke sollte sich Ihrer Kopfform optimal anpassen und angenehm zu tragen sein, sodass Sie sich damit sicher und wohl fühlen.
Bei der Länge ist alles möglich. Bedenken sollten Sie allerdings, dass eine maximale Länge bis knapp über schulterlang ideal ist. Denn je länger das Haar ist, desto schwerer wird Ihre Perücke. Kürzeres Haar wird außerdem weniger strapaziert, da die Haarsträhnen nicht auf der Kleidung oder auf der Haut reiben können.
Wenn Sie eine Perücke vorübergehend als Haarersatz verwenden möchten, sollten Sie ein Modell suchen, das Ihrer ursprünglichen Frisur sehr ähnlich sieht. Wenn Sie das Zweithaar als modisches Accessoire bei besonderen Gelegenheiten tragen wollen, können Sie etwas mutiger sein und z. B. einen extravaganteren Schnitt oder eine ausgefallene Farbe wählen.
Wichtig ist, dass Ihre Perücke gut sitzt. Das tut sie, wenn Sie das Zweithaar nicht unangenehm spüren und sich so damit bewegen können, dass nichts zwickt oder verrutscht.
Was kostet eine gute Perücke?
Die Preisspanne bei Perücken ist sehr groß. Echthaar ist in der Regel grundsätzlich teurer. Bei Kunsthaar variieren die Preise ebenfalls je nach Länge, Material und Verarbeitung. Je mehr Extras eine Perücke hat, etwa einen handgeknüpften Oberkopf oder einen unsichtbaren Filmansatz, desto teurer ist sie.
Eine gute Perücke bekommen Sie bereits ab etwa 100 Euro. Für exklusivere Modelle können Sie mit etwa 200 bis 400 Euro rechnen. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Ein Vergleich lohnt sich. Wichtig ist in jedem Fall, das Preis-Leistungsverhältnis zu beachten: Hochwertige und in Handarbeit gefertigte Perücken sind preislich etwas höher angesiedelt, sehen aber auch edel aus und sind so gearbeitet, dass Sie lange Freude an Natürlichkeit und Tragekomfort haben.
Wie lange hält eine Perücke?
Das hängt auch davon ab, wie oft Sie ein Modell tragen und wie Sie Ihre Perücke pflegen. In der Regel hat eine Kunsthaarperücke eine Lebensdauer von mindestens 6 Monaten. Aber je nachdem wie sie behandelt und gepflegt wird, kann die Perücke deutlich länger ihre ursprüngliche Qualität beibehalten. Echthaarperücken haben eine etwas längere Lebensdauer.
Außerdem spielt für die „Haltbarkeit“ die Haarlänge eine Rolle: Langhaarperücken können früher abnutzen, da die Haarfasern beim Tragen auf Schultern und Rücken auftreffen und durch die ständige Reibung des Stoffes an den Haarspitzen Abnutzungsspuren entstehen können – dann sieht Ihre Perücke womöglich bereits nach kurzer Zeit nicht mehr natürlich schön aus. Um das Verfilzen durch Reibung auf Wolle oder Synthetik zu vermeiden, können Sie z. B. einen Schal oder ein Tuch aus Seide um den Hals legen, um die Haarenden zu schonen.
Kann man jede Perücke den ganzen Tag lang tragen?
Grundsätzlich sind hochwertige Perücken so gefertigt, dass die Montur, also die Bänder, auf die das Kunsthaar aufgeknüpft wird, leicht und möglichst luftdurchlässig sind. So fühlt sich das Gewebe auf der Kopfhaut oder dem Eigenhaar angenehm an, auch bei längerer Verwendung.
Wenn Sie nur ab und an eine Perücke tragen, etwa für einen festlichen Anlass, spricht nichts dagegen, wenn Sie eine Perücke täglich tragen, solange Sie sich damit wohlfühlen. Eine Perücke ist umso leichter und bietet mehr Tragekomfort, je kürzer die Haarlänge ist.
Auch eine Perücke braucht aber mal Pause. Genau wie Qualitätsbekleidung sollte sie sich nach dem Tragen einige Zeit erholen können, damit sie ihren natürlichen Look behält. Sind Sie auf eine Perücke angewiesen, ist die Anschaffung eines zweiten Modells empfehlenswert. Damit Sie niemals „ohne“ sind, können Sie die beiden Perücken im Wechsel tragen. So können Sie die jeweils andere auslüften, waschen und pflegen.
Wie pflege ich meine Perücke?
Damit Sie lange Freude an Ihrer Perücke haben, sollten Sie auf die richtige Pflege achten. Verwenden Sie am besten nur Produkte von Pflegelinien, die speziell für hochwertige Haarfasern entwickelt wurden. Kunsthaarfasern vertragen keine Hitze. Sie sollten Ihre Perücke also fernhalten von heißem Wasser, Backofen, Föhn, Lockenstab, Lampen, starker Sonne oder anderen Wärmequellen.
Wenn Sie Styling-Produkte wie Haarspray oder Sprüh-Gel benutzen, bürsten Sie das Kunsthaar am Abend mit einem geeigneten Kamm oder einer Bürste aus.
Nach dem Tragen sollten Sie Ihre Perücke locker ausschütteln und an einem trockenen und sonnengschützten Ort aufbewahren, am besten auf einem Perückenständer.
Muss ich meine Perücke waschen?
Ihre Perücke sollte nach Gebrauch regelmäßig gewaschen werden. Wenn Sie das Zweithaar jeden Tag tragen, ist es empfehlenswert, ein- bis zweimal in der Woche eine Haarwäsche einzuplanen. Ob Kunst- oder Echthaar – beachten Sie immer die Gebrauchsanweisung. Perücken aus Synthetikfasern sind normalerweise etwas robuster und damit pflegeleichter.
Nach dem Waschen können Sie zusätzlich Pflegeprodukte verwenden, etwa einen speziellen Balsam, der die Haarfasern geschmeidig hält und damit die Optik Ihrer Perücke verbessert.
Wie wasche ich meine Perücke richtig?

- Für den Waschvorgang kämmen Sie Ihre Kunsthaarperücke zuerst mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Bürste durch.
- Geben Sie dann eine etwa walnussgroße Menge Shampoo in lauwarmes Wasser, verwenden Sie ausschließlich für Ihre Perücke geeignete Spezialprodukte. Handelsübliche Shampoos sind nicht immer optimal.
- Sie sollten die Perücke dann vorsichtig in das Wasser legen, ohne das Kunsthaar zu reiben oder zu kneten. Behandeln Sie Ihre Perücke einfach wie eine schöne Seidenbluse, drücken Sie die Perücke ein paar Mal gut durch.
- Nach etwa 10 Minuten Waschzeit können Sie Ihre Perücke herausnehmen und sie unter fließendem Wasser gut und vorsichtig auswaschen.

- Dabei können Sie die Perücke zwischen den Händen leicht ausdrücken.
- Nach dem Waschen der Perücke ist es empfehlenswert, noch einen speziellen Balsam aufzutragen, den Sie entsprechend der Gebrauchsanweisung benutzen.
- Danach sollten Sie das Zweithaar in ein weiches Handtuch einschlagen und mit leichtem Druck trockentupfen, so wie Sie es mit einem empfindlichen Wollpullover tun würden.
- Anschließend schütteln Sie die Perücke auf, bürsten die Haare vorsichtig mit einer Skelettbürste aus, bringen die Frisur mit den Fingern in Form und lassen das gewaschene Zweithaar auf einem Perückenständer über Nacht trocknen.
Wie kann ich meine Perücke frisieren und stylen?
Perücken oder Haarteile können Sie je nach Material, Frisur und Haarlänge unterschiedlich stylen. Sie können das Zweithaar beispielsweise hochstecken, flechten oder als Zopf tragen. Dazu sollten Sie spezielle Bürsten oder Kämme verwenden, die das Kunsthaar schonen, etwa Draht- und Skelettbürsten aus natürlichem Buchenholz oder aus Kunststoff.
Bevor Sie kämmen oder frisieren, drapieren Sie Ihre Perücke am besten auf einem Perückenkopf mit Saugfuß – so kann nichts verrutschen. Um der gestylten Frisur Halt zu geben, können Sie zum Abschluss etwas Gel oder Haarspray verwenden. Hier sollten Sie unbedingt Stylingprodukte benutzen, die ausdrücklich für Kunsthaar geeignet sind.
Langhaar- oder Lockenperücken sollten Sie nicht zu stark durchbürsten, sondern lieber mit einem grobzinkigen Kamm an den Spitzen beginnend durchkämmen. Danach können Sie Ihre Perücke noch mit den Fingern locker etwas in Form zupfen.
Kann ich das Haar meiner Perücke färben oder schneiden?
Besonders synthetische Fasern reagieren empfindlich auf Chemikalien und auf Hitze. Perücken aus Kunsthaar sollten darum weder getönt noch gefärbt werden.
Wenn Sie den Schnitt Ihrer Perücke verändern, einzelne Strähnen oder die Länge kürzen wollen, sollten Sie beachten, dass dadurch die Ursprungsform der Perücke verloren geht.
Außerdem können Sie die Perücke dann nicht mehr umtauschen und die Gewährleistung von Seiten des Fachhändlers erlischt.
Wie bewahre ich meine Perücke zuhause und auf Reisen am besten auf?

Zuhause sollten Sie Ihre Perücke an einem möglichst trockenen und dunklen Ort aufbewahren. Sonnenlicht verträgt Ihre Perücke nicht sehr gut – direkte UV-Einstrahlung kann dazu führen, dass die Kunsthaarfasern ausbleichen und spröde werden. Als Aufbewahrung eignet sich nach dem Tragen ein in der Größe passender Perückenständer, der dafür sorgt, dass Ihr Zweithaar gut auslüftet und seine Form behält.
Unterwegs oder auf Reisen sollten Sie die Perücke auf links drehen und vorsichtig in einen soften Beutel schieben oder am besten in einen festen Karton legen. Achten Sie darauf, dass z. B. im Koffer keine schweren Gegenstände auf Ihrer Perücke liegen. Sonst können Knicke in der Montur entstehen oder die hochwertigen Fasern beschädigt werden.
Veröffentlicht am 27. Dezember 2023