Obsidan® 25 mg
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- PZN / EAN
- 04875161 / 4150048751610
- Darreichung
- Tabletten
- Marke
- Obsidan
- Hersteller
- PUREN Pharma GmbH & Co. KG (D)
Produktdetails & Pflichtangaben
verschreibungspflichtiges Arzneimittel
Wirkstoffe
- 25 mg Propranolol hydrochlorid
Hilfsstoffe
- Siliciumdioxid, hochdisperses
- Magnesium stearat (pflanzlich)
- Gelatine
- Kartoffelstärke
- 69.8 mg Lactose-1-Wasser
- Talkum
Indikation
- Das Arzneimittel ist ein Betarezeptorenblocker.
- Es wird angewendet bei:
- bei funktionellen Herz-Kreislaufbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom),
- zur vorbeugenden Behandlung der Migräne bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren,
- bei Zittern ohne erkennbare Ursachen (essentieller Tremor),
- bei einfachen Phobien (sog. Stressangst, situativer Angst wie Prüfungsangst, Lampenfieber oder Flugangst).
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Propranololhydrochlorid, andere Betarezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- bei Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AVBlock II. oder III. Grades).
- bei Schock.
- bei einer Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz).
- bei bestimmten Lungenerkrankungen mit Verengung der Atemwege (Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen).
- bei unbehandeltem Phäochromozytom (hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks).
- bei Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen.
- bei einem SinusknotenSyndrom.
- wenn Sie einen Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie) haben.
- bei gestörter Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialem Block).
- wenn Sie unter stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) leiden.
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose).
- bei gleichzeitiger Gabe von MAOHemmstoffen (ausgenommen MAOBHemmstoffe).
- von Kindern unter 12 Jahren.
- Die intravenöse Gabe von Calciumantagonisten vom Verapamil und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid) darf während der Behandlung mit dem Präparat nicht erfolgen (Ausnahme: Intensivmedizin). Verapamil darf i.v. erst 48 Stunden nach dem Absetzen des Präparates verabreicht werden.
Dosierung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
- Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- 3 mal ½ bis 1 Tablette täglich (entsprechend 37,5 - 75 mg Propranololhydrochlorid täglich); bei höherem Bedarf bis 120 mg Propranololhydrochlorid täglich.
- Zittern ohne erkennbare Ursachen (essentieller Tremor):
- Die übliche Anfangsdosis beträgt 2 bis 3 mal täglich 1 Tablette (entsprechend 50 - 75 mg Propranololhydrochlorid täglich), falls erforderlich bis 125 mg Propranololhydrochlorid täglich.
- Die Dosierung und das Dosierungsintervall müssen individuell ermittelt werden. Gegebenfalls ist auf Tabletten mit höherem Wirkstoffgehalt umzustellen.
- Vorbeugung der Migräne
- Zur vorbeugenden Behandlung der Migräne werden 2 - 3 mal täglich 1 Tablette (entsprechend 50 - 75 mg Propranololhydrochlorid täglich) eingenommen. Bei fehlender Wirksamkeit und guter Verträglichkeit sollte eine langsame Aufdosierung (wöchentliche Steigerung um 25 - 50 mg) auf bis zu 160 mg angestrebt werden. Individuell können Dosierungen bis zu 240 mg notwendig sein. Gegebenenfalls ist auf Tabletten mit höherem Wirkstoffgehalt umzustellen.
- Einfache Angstzustände (Phobien):
- Einmalgabe von 1 - 2 Tabletten täglich (entsprechend 25 - 50 mg Propranololhydrochlorid täglich)
- Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion
- Bei stark eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion ist die Elimination des Arzneimittelsreduziert, so dass unter Umständen eine Reduzierung der Dosis erforderlich ist.
- Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- Dauer der Anwendung
- Es ist sehr wichtig, dass Sie das Arzneimittel einnehmen, solange es Ihnen Ihr Arzt verordnet.
- Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben, den Verdacht auf eine Überdosierung haben, oder ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann den Schweregrad einschätzen und über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
- In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, zur Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock kommen.
- Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.
- Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz oder des Blutdrucks muss die Behandlung abgebrochen werden.
- Wenn Sie die Einnahme vvergessen haben
- Nehmen Sie bitte beim nächsten Mal nicht zusätzlich mehr Tabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
- Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- Mögliche Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Nervensystems
- Häufig: Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Nervosität, Schwitzen, Schlafstörungen, Albträumen und Wahnvorstellungen (Halluzinationen) kommen. Taubheitsund Kältegefühl (Parästhesien) in den Gliedmaßen.
- Gelegentlich: Krankhafte Muskelschwäche oder ermüdbarkeit.
- Selten: Psychose
- Sehr selten: Verstärkung einer bestehenden krankhaften Muskelschwäche oder - ermüdbarkeit (Myasthenia gravis).
- Nicht bekannt: Depressive Verstimmungen, Verwirrtheit.
- Erkrankungen des Immunsystems
- Selten: Schwellung der Haut, kann Gesicht, Zunge, Kehlkopf, Bauch oder Arme und Beine betreffen (Angioödem)
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig: Vorübergehend kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung (Obstipation), Durchfall (Diarrhoe)) kommen.
- Gelegentlich: Mundtrockenheit
- Herz-und Gefäßerkrankungen
- Häufig: Verstärkter Blutdruckabfall, starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), anfallartige, kurzfristige Bewusstlosigkeit (Synkopen), Herzklopfen (Palpitationen), Überleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).
- Sehr selten: Bei Patienten mit Engegefühl im Brustbereich (Angina pectoris) ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen. Auch eine Verstärkung der Beschwerden von Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Claudicatio intermittens, Raynaud-Syndrom) wurde beobachtet.
- Erkankungen der Haut- und des Unterhautzellgewebes
- Häufig: Allergische Hautreaktionen (Hautausschlag [Exantheme]) und Haarausfall.
- Selten: Hautausschlag, Alopezie
- Sehr selten: Betarezeptorenblocker (z. B. dieses Präparat) können eine Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppenflechteähnlichen (psoriasiformen) Hautausschlägen führen. In Einzelfällen wurde von übermäßiger Schweißbildung berichtet.
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums
- Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atemwegserkrankungen) zu Atemnot kommen.
- Augenerkrankungen
- Gelegentlich: Einschränkung des Tränenflusses (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis).
- Sehr selten: Entzündungen der Horn- und Bindehaut des Auges (Keratokonjunktivitis) und Sehstörungen
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Sehr selten: Bei Langzeitbehandlung wurden Gelenkerkrankungen (Arthropathie), wobei ein Gelenk (Monoarthritis) oder mehrere (Polyarthritis) betroffen sein können, beobachtet.
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Sehr selten: Bei schweren Nierenfunktionsstörungen wurde über eine Verschlechterung der Nierenfunktion berichtet. Deshalb sollte während der Therapie mit dem Präparat die Nierenfunktion entsprechend überwacht werden.
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Sehr selten: Es kann eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) erkennbar werden oder eine bereits bestehende sich verschlechtern.
- Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann bei Patienten mit und ohne Diabetes auftreten, einschließlich Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern, älteren Patienten, Patienten, die auf eine Blutwäsche angewiesen sind (Hämodialyse), oder Patienten, die Antidiabetika anwenden. Dazu kann es auch bei Patienten kommen, die fasten, kürzlich gefastet haben oder an einer anhaltenden Lebererkrankung leiden.Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) (insbesondere erhöhte Herzschlagfolge und Zittern) können verschleiert werden.
- Es kann zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurden eine Verminderung des HDLCholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Blutplasma beobachtet.
- Sehr selten: Es kann eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) erkennbar werden oder eine bereits bestehende sich verschlechtern.
- Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems
- Gelegentlich: Verringerung der Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie) oder kleinfleckige Einblutungen in der Haut und Schleimhaut (Purpura).
- Nicht bekannt: Starke und gefährliche Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
- Untersuchungen
- Sehr selten: Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen [GOT, GPT]), Erhöhung des antinuklearen Faktors (ANA).
- Erkrankungen des Nervensystems
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Diese Tablette ist teilbar.

Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.

Wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.

Dieses Arzneimittel kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Achtung im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.
Bei Fragen lesen Sie bitte die unten stehenden Informationen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder kontaktieren uns.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen:
- bei geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block I. Grades)
- bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
- längeres strenges Fasten und schwere körperliche Belastung können zu stark erniedrigtem Blutzucker (Hypoglykämie) führen
- bei einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, vorherige Therapie mit Alpharezeptorenblockern erforderlich)
- bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
- wenn Sie an Herzmuskelschwäche leiden,
- bei Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen; diese können durch das Präparat verstärkt werden,
- bei bestimmter krankhafter Muskelschwäche (Myastenia gravis).
- Bei Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion können die Symptome einer massiven Überfunktion (sehr schneller Herzschlag, Zittern) durch gleichzeitige Einnahme des Präparates verborgen bleiben.
- Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte sollte die Anwendung von Betarezeptorenblockern nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung erfolgen.
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, die auf übliche Adrenalindosen nicht ansprechen, erhöhen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung geboten bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten, die sich einer Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft unterziehen (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht: überschießende anaphylaktische Reaktionen).
- Da unter der Behandlung mit anderen Betarezeptorenblocker schwere Leberschäden beobachtet wurden, sollten die Leberwerte regelmäßig überprüft werden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen:
- Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
- Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
- Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
- Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein (dies kann sich durch Sehstörungen, Halluzinationen, Verwirrtheit, Schwindel oder Müdigkeit äußern), dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Ausreichende Studien zur Anwendung von Propranololhydrochlorid, dem Wirkstoff des Arzneimittels, bei schwangeren Frauen liegen nicht vor. Da unerwünschte Wirkungen auf die Mutter (vorzeitige Wehen) nicht ausgeschlossen werden können, dürfen Sie, wenn Sie schwanger sind, das Arzneimittel nur einnehmen, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für zwingend erforderlich hält und Ihnen die Einnahme ausdrücklich verordnet hat.
- Wegen der Möglichkeit des Auftretens von verlangsamtem Puls, niedrigem Blutdruck, Unterzuckerung und Atemdepression beim Neugeborenen, sollte eine Therapie mit dem Arzneimittel bei Ihnen 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, müssen die Neugeborenen 48 - 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig von einem Arzt überwacht werden.
- Stillzeit
- Propranololhydrochlorid, der Wirkstoff des Arzneimittels, geht in die Muttermilch über. Obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollten Säuglinge auf Arzneimittelwirkungen überwacht werden. Das Stillen wird während der Einnahme dieses Arzneimittels daher nicht empfohlen.
Anwendung
- Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) einzunehmen.
Wechselwirkungen
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von
- Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung verstärkt oder verlängert werden. Warnzeichen des erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie), insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor), sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
- anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln, Harn treibenden Arzneimitteln (Diuretika), Phenothiazinen, Vasodilatoren, trizyklischen Antidepressiva, Nitroglycerin, Barbituraten kann es zu verstärktem Blutdruckabfall kommen.
- Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin, Herzglykosiden oder Clonidin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen. Beim Absetzen von Clonidin kann der Blutdruck überschießend ansteigen. Deshalb darf Clonidin erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung dieses Arzneimittels beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden. Die Behandlung mit diesem Arzneimittel erst mehrere Tage nach Absetzen von Clonidin beginnen.
- Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, z. B. Disopyramid) kann es zu verstärktem Blutdruckabfall (Hypotonie), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen; eine sorgfältige Überwachung des Patienten ist daher angezeigt.
- Hinweis:
- Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder Antiarrhythmika darf während der Behandlung mit diesem Präparat nicht erfolgen (Ausnahme: Intensivmedizin). Verapamil darf i. v. erst 48 Stunden nach dem Absetzen des Präparates verabreicht werden.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von
- Calciumantagonisten vom Nifedipintyp kann die Blutdrucksenkung verstärkt werden. Gelegentlich kommt es zu einer Herzmuskelschwäche
- Indometacin und anderen entzündungshemmenden Arzneimitteln vom NSARTyp (z.B. Ibuprofen) kann die blutdrucksenkende Wirkung des Präparates abgeschwächt werden.
- Adrenalin, Noradrenalin ist ein beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich
- Fluvoxamin, Fingolimod und Propafenon ist ein beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich.
- Amiodaron kann es zu einem verlangsamten Herzschlag kommen.
- Monoaminoxidase (MAO)Hemmern: Überschießende Blutdrucksteigerung möglich. Deshalb sollten MAOHemmer nicht zusammen mit dem Präparat angewendet we
- peripheren Muskelrelaxanzien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin) kann die neuromuskuläre Blockade durch die Betarezeptorenhemmung des Präparates verstärkt werden
- Betäubungsmittel (Narkotika) wird die Blutdrucksenkung verstärkt. Für den Fall, dass das Präparat vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit diesem Präparat informiert werden.
- Cimetidin und Hydralazin wird die Wirkung des Präparates verstärkt.
- Rifampicin kann die Wirkung des Präparates herabgesetzt werden.
- Theophyllin kann der Abbau des Präparates verzögert und somit das Risiko von Nebenwirkungen erhöht werden.
- Aus entsprechenden Studien geht hervor, dass es zwischen Propranololhydrochlorid und Chinidin bzw. Propafenon, Rifampicin, Theophyllin, Warfarin, Thioridazin sowie Calciumantagonisten wie Nifedipin, Nicardipin, Isradipin und Lacidipin zu Wechselwirkungen kommen kann, da die Verstoffwechslung dieser Wirkstoffe und von Propranolol in der Leber beeinflusst werden kann. Die Konzentration von Propranololhydrochlorid und diesen Wirkstoffen im Blut können verändert werden, so dass gegebenenfalls eine Dosisanpassung erforderlich ist.
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
- Sie sollten Alkohol meiden, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen, da es den Abbau verzögern und somit das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann.
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